"Wir haben schon eine sehr gute Vorbereitung gehabt und wussten wo wir zu Saisonbeginn stehen", erklärt Westfalia-Trainer Christian Knappmann. Bereits beim Auftakt gegen Sprockhövel hat seine Mannschaft gezeigt, dass sie gut zusammenpasst. Viele Angriffe liefen über die schnellen Außen und hatten auch Erfolg.
Am Mittwoch-Abend hat die Knappmann-Elf dann nach 120 anstrengenden Minuten durch ein 3:1, beim Landesligisten Wiescherhöfen, die nächste Pokalrunde klar gemacht. "Wir haben das Spiel dominiert und waren gut aufgestellt", freut sich Knappmann. Gegen den Underdog war es aber kein leichtes Spiel für die Westfalia. "Wiescherhöfen war extrem gut organisiert. Sie haben über 90 Minuten defensiv gestanden", sagt der Trainer weiter.
Die Verlängerung hätte es für seine Mannschaft nicht gebraucht. Bis zur Nachspielzeit der zweiten Halbzeit führte Herne mit 1:0. "Dann begehen wir im Strafraum ein dummes Foul in einer Situation, aus der eigentlich kein Tor fallen kann", räumt der ehemalige Fußballprofi ein. Durch den verwandelten Strafstoß ging es für den Oberligisten dann in die Verlängerung. "Wir haben am Ende gewonnen, weil wir physisch sehr gut aufgestellt sind", erklärt Knappmann.
"Wir wollen den Gegner nicht stärker machen als er ist."
Christian Knappmann (Westfalia Herne)
In der Oberliga Westfalen bekommt Herne am Sonntag (15 Uhr) Besuch vom SC Hassel, der das erste Saisonspiel gegen Schalke II mit 0:4 verloren hat. "Wir wollen den Gegner nicht stärker machen als er ist", sagt Hernes Trainer, der den Sportclub in der Vorbereitung beobachtet hat. "Wir müssen das Spiel gewinnen. Die Spiele, die ich von Hassel gesehen habe, waren nicht gut", fügt Knappmann an.
Ihm ist aber auch bewusst, dass jede Hürde erstmal gemeistert werden muss und der SC Hassel seine Qualitäten hat. Über gesperrte oder verletzte Spieler will Christian Knappmann nicht klagen. "Wir haben einen qualitativ gut aufgestellten Kader. Wer einen Sebastian Mützel auf der Bank hat, kann sich nicht beschweren", sagt der Trainer selbstbewusst. Der 28-jährige Mützel hat bereits bei Vereinen wie der SpVgg Unterhaching und Rot-Weiß Oberhausen gespielt.
Für das Spiel gegen Hassel wird auf jeden Fall Flügelspieler Semih Demiroglu fehlen. Der Angreifer sah im Pokalspiel gegen Wiescherhofen aufgrund einer Tätigkeit die rote Karte.